über trommeln
I. Djembé Rhythmen aus Westafrika. Ethnien Malinké, Sousou, Maraka, Bambara und andere
„Kennzeichen afrikanischer Musik sind vitale Kraft, Leidenschaftlichkeit, die Fähigkeit, uns anzurühren, den Spielenden zu Vereinnahmen“.
Volker Schütz zum Charakter afrikanischer Musik.
Hier eine kleine einfache Heranführung an die Grundlagen.
Alle Malinké Rhythmen, so unterschiedlich sie auch sind, folgen im Zusammenspiel der Instrumente und in ihrem Ablauf bestimmten Regeln.
Die drei Basstrommeln und die begleitenden Djembé spielen mit ineinandergreifenden, sich wiederholenden phrasen, das melodische Grundmuster, das dem Rhythmus seinen besonderen Charakter gibt.
Darüber liegt das improvisatorische Spiel des Solisten (Djembéfola), der zugleich das gesamte musikalische Geschehen lenkt und vor allem das Hauptanliegen: den Tanz, begleitet, mit ihm in Kommunikation tritt, Herausforderungen austauscht und damit zu einem gelungenen Fest und Gemeinschaftsleben maßgeblich beiträgt.
Eine Ausnahme bildet z.b. die Familie der Dununba Rhythmen (Ethnie Malinké) .Hier übernimmt die Sangban (mittelhochgespannte Basstrommel) die sonst von der Djembé erfüllte Aufgabe der Signale für Anfang und Abschluss bestimmter Funktionen wie z.b. Wechsel der Tanzfiguren und Trommelpattern, Dynamik Änderung und Breaks.
Die mittlerweile sehr beliebte Djembé ist ein Instrument mit reicher Klang- und Ausdrucksmöglichkeit. Der ausgehöhlte kelchförmige Corpus, traditionell aus dem Holz des Lenké Baumes, in Verbindung mit dem rasierten und unter starker Spannung aufgezogenem Ziegenfell, bilden die Basis für diese energiegeladene Handtrommel.
Die Basstrommeln bestehen aus zylindrisch zugeschnittenen, ausgehöhlten Baumstämmen mit beidseitig
aufgespanntem Kuhfell. Die rechte Hand schlägt mit einem Stock auf das Fell, während die linke mit einem Metallstift oder Stein auf einer Eisenglocke spielt, die auf der Trommel befestigt ist. Die Trommeln haben unterschiedliche Größen und Klangtiefen; ihre Namen: Kenkeni oder Kensedeni, Sangban und Dununba, ahmen lautmalerisch den Klangcharakter nach.
Die Rhythmen sind eng mit dem alltäglichen Leben und Anlässen wie Taufe/Namensgebung, Ernte, Initiation, Hochzeit, Maskenfesten, Feste von Geheimbünden und Kulten verbunden.
Literaturempfehlung:
- M. Chernoff, „ Rhythmen der Gemeinschaft “.
- R. Polak, „ Festmusik als Arbeit Trommeln als Beruf “.
- F. Konaté & T. Ott „ Rhythmen und Lieder der Malinké “.
- I. Konaté & S. Franke “Djembè. Percussion aus Westafrika“
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